Project Description

Poster, Pop, Politik

Mucha

Zwischen Popkunst und Slawischem Epos

Uraufführung
Eröffnungsfilm Festival Finále Plzeň
Pilsen, Tschechien
25. September 2020

Alfons Mucha (1860–1939) gehört Ende des 19. Jahrhunderts zu den Vorreitern des Jugendstils. Praktisch über Nacht wird er in Paris mit seinen Postern für die Starschauspielerin Sarah Bernhardt berühmt. Doch auf der Höhe seines Ruhms verlässt Mucha Paris, um sein Lebensprojekt „Das Slawische Epos“ zu verwirklichen. 18 Jahre lang arbeitet er an dem monumentalen Bilderzyklus – und trifft am Ende auf heftige Ablehnung.

In den 1960ern entdeckt die Hippie-Kultur seine Bildwelt neu, seine Jugendstilposter erlangen Kultstatus. Bis heute inspiriert Mucha viele Künstler. Der Grafik-Designer Stanley Mouse, der Graffiti-Künstler Mear One und der Illustrator Yoshitaka Amano sprechen im Dokumentarfilm über seinen Einfluss auf ihre Werke. Dennoch ist Alfons Mucha vielleicht einer der berühmtesten, unbekannten Künstler der Welt.

Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte des tschechischen Künstlers Alfons Mucha aus der Sicht seines Sohnes, des Schriftstellers und Bonvivants Jiří Mucha, mit einer Fülle von Re-Enactments, Animationen, Archivmaterial sowie Gemälden und Fotos.

Regie: Roman Vávra
Genre: Dokumentarfilm
Länge: Kino 95 Min. / TV 52 min.
Format: 2K / DCP
Jahr: 2020

Tschechischer Titel Svět podle Muchy
Internationaler Titel Mucha: The Story of an Artist Who Created a Style

Regie Roman Vávra
Autoren Markéta Sára Valnohová, Roman Vávra
Story & Skriptberatung Martin Polák
Kamera Martin Štěpánek
Musik André Feldhaus
Montage Katarina Geyerova Buchanan

Animationen Rainer Ludwigs Image-Building
Director of Animation
Rainer Ludwigs
Assistant Animation Director
Tetyana Chernyavska

Ton Jiří Hruban
Filmarchitekt Milan Popelka
Ausstattung Martina Zwyrtek, Jana Marková
Kostüm Ivana Štastná
Maske Iveta Huptychová

Darsteller
Martin Stránský (Jiří Mucha)
Tomaš Konarik (junger Alfons Mucha)
Antonín Nový (alter Alfons Mucha)
u.a.

Deutsche Sprecher
Martin Baum (Jiří Mucha)
Manuela Weichenrieder (Maruška Mucha)
Holger Postler (Schlussstimme)

Tonbearbeitung deutsche Sprachfassung Anders Wasserfall
Musikaufnahmen Oliver Sroweleit, Studio Nord Bremen
Trailer-Editor Arno Schumann, Montagehalle

Head of international co-productions Czech Television Markéta Štinglová
Redakteur/Creative Producer Czech Television Dušan Mulíček
RedakteurARTE G.E.I.E Olaf Rosenberg
Ausführender Produzent Punk Film
Jakub Pinkava, Barbora Kinkalová
Ausführender Produzent Czech Television Pavel Plešák
Produktionsleitung Czech Television Markéta Tulisová
Produktionsleitung maxim film Henriette Degener
Produktionsleitung Punk Film Michael Jan Ennis

Produzenten Ondřej Beránek, Jakub Pinkava
Koproduzent Peter Roloff

Gefördert mit Mitteln von Czech Film Fund, nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen, Prague Film Fund, Pilsen Region, South Moravia Region, City of Brno

Produktion Punk Film, s.r.o., Prag
in Koproduktion mit Czech Television, ARTE & maxim film

in Kooperation mit Mucha Foundation

Der Dokumentarfilm zeigt Alfons Mucha (1860–1939) – in seinem Heimatland Tschechien bis heute ein hochpopulärer Künstler – auf der Suche nach Identität und Sinnhaftigkeit in seinem künstlerischen Leben. Mucha, ein geradezu genialer Zeichenkünstler und Selfmademan, gehört gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu den Vorreitern des Jugendstils. Praktisch über Nacht wird er in Paris mit seinen Postern für die Starschauspielerin Sarah Bernhardt berühmt. Auf der Höhe seines Ruhms verlässt er jedoch Paris, um sein Lebensprojekt „Das Slawische Epos“ zu verwirklichen, ein monumentaler Bilderzyklus, den er der damals noch unter österreichisch-ungarischer Herrschaft stehenden tschechischen Nation widmen will. Als Mucha mit amerikanischem Geld die Arbeit daran abschließt, ist der Erste Weltkrieg vorüber und die Tschechoslowakei selbständig. Die Tschechen lehnen die Bilder ab, mit slawischer Mythologie wollen sie nichts mehr zu tun haben; sie wollen hoffnungsvoll in die Zukunft schauen. Mit dem Einmarsch der Deutschen in die Tschechoslowakische Republik 1939 ist diese Hoffnung dahin. Der hoch betagte Alfons Mucha wird von der Gestapo interniert und stirbt kurz nach seiner Entlassung.

Die Hippies der 1960er entdecken Muchas Poster neu. LSD-Rausch und Jugendstil sind gar nicht so weit voneinander entfernt. Vorangetrieben wird dies auch mit Publikationen und internationalen Mucha-Ausstellungen seines Sohns Jiří (1914–1991), Journalist und Schriftsteller, Flieger der Royal Air Force im Zweiten Weltkrieg. Jiří Mucha ist ein Lebemann, dessen Partys in den 1960ern in der eindrucksvollen, seit Jahrzehnten unveränderten Wohnung seines Vaters nahe dem Prager Hradschin legendär waren. Jiří ist im Film die Brücke zwischen den Werken seines Vaters und den kosmopolitischen Hippies.

International tätige Künstler wie der Grafik-Designer Stanley  Mouse (gestaltete etwa Alben The Grateful Dead), der Graffiti-Künstler Mear One und der Illustrator Yoshitaka Amano (Design für das Computerspiel „Final Fantasy“) sprechen im Dokumentarfilm über Muchas Einfluss auf ihre Werke. Und wir beobachten sie bei ihrer Arbeit, etwa wenn Bob Masse an einem großen Wandgemälde in Los Angeles arbeitet oder wenn Yoshitaka Amano für Japan die Ausstellung „Mucha and Manga“ vorbereitet. Muchas Einfluss auf viele heutige Künstler zu erleben, ist verblüffend – während die Öffentlichkeit zwar seine Poster, aber nicht seinen Namen kennt. Diese Beobachtungen führen uns zu der Behauptung: Alfons Mucha ist wohl weltweit der berühmteste unbekannte Künstler.

Uraufführung
Eröffnungsfilm Festival Finále Plzeň
Pilsen, Tschechien
25. September 2020

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Screening auf dem EFM – European Film Market – der Berlinale
Dienstag, 25. Februar 2020 – 9:15 – CinemaxX 17
Zugang nur mit EFM-Akkreditierung